Fast jeder kennt freenet von der günstigen Mobilfunkrechnung oder der eigenen @freenet.de-Adresse. Doch hinter dem Namen steckt mehr als nur ein simpler Vermittler: Die Freenet AG mit Sitz in Büdelsdorf ist der größte netzunabhängige Mobilfunkanbieter Deutschlands und zählt über 8 Millionen Kunden. Hier erfahren Sie, welche Netze freenet wirklich nutzt, wie die Tarife aufgebaut sind und was Sie von den Angeboten erwarten können – mit klaren Fakten und ohne Marketing-Bluff.

Größter netzunabhängiger Anbieter: Deutschland · Muttergesellschaft: Freenet AG (Büdelsdorf) · Übernahme von mobilcom-debitel: 2015 abgeschlossen · Anzahl Mobilfunkkunden: rund 8 Millionen · Börsennotiert: ja (FRA: FNTN)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob freenet in Zukunft ein eigenes Netz aufbaut – bisher keine Ankündigung (keine Quelle verfügbar)
  • Genaue Kundenzahl schwankt jährlich (ca. 8 Millionen, offiziell nicht exakt bestätigt – kein Beleg gefunden)
3Zeitleisten-Signal
  • 2007: Gründung der Freenet AG durch Fusion von mobilcom, freenet und debitel (Wikipedia)
  • 2015: Übernahme von mobilcom-debitel abgeschlossen (Wikipedia)
  • 2023: Freenet bietet 5G-Tarife in allen drei Netzen an (LTE-Anbieter.info)
4Wie es weitergeht
  • Freenet wird voraussichtlich auf Reselling setzen, ohne eigenes Netz (keine Quelle verfügbar – Einschätzung) (LTE-Anbieter.info)
  • 5G-Ausbau in allen drei Netzen schreitet voran, auch für Prepaid-Kunden (LTE-Anbieter.info)
  • Flex-Tarife und family & friends könnten weiter ausgebaut werden (keine Quelle verfügbar – Einschätzung) (LTE-Anbieter.info)

Sechs wichtige Fakten zur Freenet AG auf einen Blick:

Merkmal Wert
Unternehmensform Aktiengesellschaft (Freenet AG)
Gründung 2007 (Fusion aus mehreren Vorgängern)
Hauptsitz Büdelsdorf, Schleswig-Holstein
Netze Telekom, Vodafone, o2 (kein eigenes Netz)
Kundenanzahl ca. 8 Millionen Mobilfunkkunden
Börsennotierung Frankfurter Wertpapierbörse (FNTN)

Das Muster: Freenet setzt konsequent auf das Reseller-Modell – günstige Preise durch Verzicht auf eigene Netzinfrastruktur.

Welcher Anbieter steckt hinter freenet?

Ist freenet ein eigener Netzbetreiber?

  • Nein – die Freenet AG besitzt keine eigene Mobilfunkinfrastruktur. Sie mietet Kapazitäten bei den drei großen Netzbetreibern Telekom (D1), Vodafone (D2) und Telefónica (o2) ein (Handyhase (Tarifportal)).
  • Das Unternehmen entstand 2007 aus der Fusion der freenet AG mit der mobilcom AG und der Debitel AG (Wikipedia (Unternehmensartikel)).
  • 2015 wurde die Übernahme von mobilcom-debitel abgeschlossen; heute ist mobilcom-debitel eine Marke innerhalb der Freenet-Gruppe (Wikipedia).

Die Konsequenz: Freenet ist ein sogenannter Reseller oder Service-Provider. Das Modell ermöglicht oft günstigere Tarife, weil keine Kosten für den Bau und Unterhalt eines eigenen Netzes anfallen. Der Nachteil: Bei Netzproblemen hat freenet keine eigenen Techniker im Einsatz – die Verantwortung liegt beim jeweiligen Netzbetreiber.

Wie kann ich freenet kontaktieren?

Kundenservice Hotline

  • Die kostenlose Service-Nummer lautet: 0800 – 5 52 52 52 (aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk möglich) (freenet (Kontaktseite)).
  • Die Hotline ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags von 9 bis 16 Uhr erreichbar.

E-Mail Support für freenet Mail

  • Bei Fragen zum E-Mail-Dienst nutzen Sie die Adresse service@freenet.de (freenet (Kontaktseite)).
  • Alternativ steht ein Kontaktformular auf freenet.de zur Verfügung.

Postanschrift

  • Freenet AG, Postfach 6905, 24127 Kiel (freenet (Kontaktseite)).
  • Achtung: Für Retouren oder Rücksendungen gibt es separate Adressen – bitte direkt auf der Rücksendeanleitung prüfen.
Was zu beachten ist

Die Hotline-Kosten sind für Anrufe aus dem deutschen Festnetz kostenlos, bei Mobilfunkanschlüssen können Gebühren anfallen. Nutzer berichten von längeren Wartezeiten zu Stoßzeiten – besser am frühen Morgen anrufen.

Hat freenet Prepaid?

Ja – und das in allen drei deutschen Netzen. Freenet bietet Prepaid-Tarife der Telekom, von Vodafone und von o2 an, die oft günstiger sind als die Direkttarife der Netzbetreiber (Handyhase (Tarifportal)).

Prepaid Tarife der Telekom

  • Wahl des Netzbetreibers beim Tarifkauf möglich. Beispiel: freenet Prepaid Telekom mit Allnet-Flat und Datenvolumen (freenet (Prepaid-Seite)).
  • Vorteil: Telekom-Qualität ohne Mindestvertragslaufzeit.

Prepaid Tarife von Vodafone

  • Abbildung des Vodafone-Prepaid-Portfolios, teilweise mit höheren Datenvolumen zu niedrigeren Preisen als Direktabschluss (freenet (Prepaid-Seite)).

Prepaid Tarife von o2

  • Besonders günstige Einstiegsangebote, etwa 1 GB für 4,95 Euro (freeSURF) oder der freeSMART mit 500 MB und 100 Minuten für 3,99 Euro (freenetmobile-tarife.de (Tarifinformationsseite)).
  • Achtung: Diese Angaben stammen von einer nicht-offiziellen Informationsseite – die genauen Preise können variieren.
Der Haken

Prepaid bedeutet oft geringeres Datenvolumen zu höheren Preisen pro Gigabyte als Postpaid. Wer viel unterwegs streamt, kommt mit einem Flex-Tarif meist günstiger (Google Play (Freenet Flex App)).

Sind freenet und 1&1 das Gleiche?

Nein – aber die Verwechslungsgefahr ist groß. Beide sind keine Netzbetreiber im klassischen Sinne, unterscheiden sich aber fundamental in ihrer Strategie.

Unterschiede in der Unternehmensstruktur

  • 1&1 (United Internet) baut seit 2024 ein eigenes 5G-Netz auf und ist damit auf dem Weg zum Vollanbieter (Wikipedia (1&1)).
  • Freenet bleibt reiner Reseller ohne eigene Infrastruktur (Handyhase (Tarifportal)).
  • Beide Unternehmen sind getrennt börsennotiert: Freenet AG (FNTN) vs. 1&1 (1U1).

Tarifvielfalt und Netze

  • 1&1 nutzt derzeit das o2-Netz (Roaming) sowie eigene Antennen im Aufbau.
  • Freenet bietet Tarife in allen drei Netzen an – inklusive Telekom und Vodafone.
  • Die Preisstruktur ähnelt sich jedoch: Beide locken mit günstigen Einstiegstarifen und monatlicher Kündbarkeit.

Was das bedeutet: Wer Wert auf das Netz der Telekom legt, ist bei freenet besser aufgehoben. Wer langfristig auf einen unabhängigen Netzbetreiber setzen will, schaut sich 1&1 an – allerdings ist der Netzausbau noch nicht abgeschlossen.

Was ist besser, Vodafone oder freenet?

Netzqualität vergleichen

  • Vodafone betreibt sein Netz selbst, freenet nutzt das Vodafone-Netz als Reseller. Die physikalische Netzqualität ist identisch, wenn der Tarif im D2-Netz gebucht wird (smartweb (Vergleichsportal)).
  • Unterschiede gibt es bei Datenpriorisierung: Bei Netzüberlastung könnten Reseller-Kunden niedrigere Priorität erhalten (sog. „Throttling“ – dies ist vertraglich nicht immer ausgeschlossen).

Preis-Leistung

  • Freenet-Tarife sind in der Regel 20–30 % günstiger als die vergleichbaren Direkttarife von Vodafone. Beispiel: 20 GB Allnet-Flat für 9,99 Euro (24 Monate) vs. Vodafone-Standardpreis ab 19,99 Euro (smartweb).
  • Allerdings locken Vodafone-Angebote oft mit Smartphone-Rabatten, die freenet nicht im gleichen Umfang bietet.

Kundenservice

  • Vodafone hat eigene Shops und eine umfangreiche Hotline. Freenet setzt auf Online-Service und die kostenlose Hotline (freenet).
  • Bei Beschwerden über den Kundenservice gibt es gemischte Erfahrungen – unabhängige Portale wie teltarif (Verbraucherportal) weisen auf lange Wartezeiten hin.
Vergleich der wichtigsten Unterschiede zwischen freenet und Vodafone
Kriterium Freenet Vodafone
Netzbetreiber Reseller (kein eigenes Netz) Vollanbieter mit eigener Infrastruktur
Preisniveau (20 GB) ab 9,99 €/Monat (24 Monate) ab 19,99 €/Monat
Smartphone-Angebote selten, meist SIM-Only umfangreiche Smartphone-Deals
Service-Vielfalt Online, Hotline, Post Shopnetz, Hotline, Online

Die Abwägung: Wer auf den Preis schaut, wählt freenet. Wer persönliche Beratung und Smartphone-Deals sucht, ist bei Vodafone direkt besser aufgehoben.

Ist freenet das Darknet?

Freenet als Telekommunikationsunternehmen

  • Die Freenet AG ist ein reguläres, börsennotiertes Telekommunikationsunternehmen – nichts mit illegalen Netzwerken. Die Verwechslung entsteht durch die Namensähnlichkeit mit dem „Freenet“-Projekt, einem dezentralen Peer-to-Peer-Netzwerk aus den 2000er Jahren, das Anonymität bietet (Wikipedia (Freenet Darknet)).
  • Dieses Projekt (auch „Freenet“ geschrieben) ist ein anonymes Datenspeichernetz – es hat nichts mit der Freenet AG zu tun.

Darknet und Anonymisierungsnetze

  • „Darknet“ bezeichnet allgemein verschlüsselte, anonyme Netzwerke wie Tor, I2P oder das ursprüngliche Freenet-Projekt.
  • Telekommunikationsanbieter wie die Freenet AG sind klare Gegenteile: Sie müssen gesetzlichen Auskunftspflichten nachkommen und speichern Verbindungsdaten.

Die Klarstellung: Wer „freenet“ googelt, landet meist auf der Seite des Mobilfunkanbieters. Nur wer bewusst nach dem Darknet sucht, stößt auf die gleichnamige Software. Für den Alltag ist die Verwechslung ungefährlich, aber irreführend.

Wie viel kostet freenet im Monat?

Aktuelle Tarifbeispiele

Zusätzliche Gebühren

  • Anschlussgebühr: bei Flex-Tarif 10 € einmalig (Google Play).
  • Option ohne Vertragslaufzeit: 2 € Aufpreis pro Monat (bei freenetmobile) (freenetmobile-tarife.de).
  • Prepaid ohne monatliche Grundgebühr möglich – nur Aufladung nach Bedarf.

Mindestlaufzeiten

  • Viele Postpaid-Tarife haben 24 Monate Laufzeit, danach monatliche Kündbarkeit.
  • Flex- und Prepaid-Tarife sind monatlich kündbar – das gibt mehr Freiheit.
  • Family & Friends: Zusatzkarte ab 4,99 € monatlich, aber nur mit bestehendem Hauptvertrag (teltarif (Verbraucherportal)).
Die Spanne

Von unter 5 € fürs absolute Minimum bis gut 20 € für echte Flatrates – freenet deckt fast jedes Budget ab. Der Preis ist meist der niedrigste in der Kategorie, aber die Servicequalität hinkt hinterher.

Zeitleiste: Die Entwicklung der Freenet AG

Drei Meilensteine prägen den Weg zum größten netzunabhängigen Anbieter:

  • 2007: Fusion der freenet AG, mobilcom AG und Debitel AG zur Freenet AG (Wikipedia (Unternehmensartikel)).
  • 2015: Vollständige Übernahme der mobilcom-debitel GmbH (Wikipedia).
  • 2023: Freenet bietet 5G-Tarife in allen drei Netzen an – Prepaid und Postpaid (LTE-Anbieter.info (Fachportal)).

Bestätigte Fakten vs. Unklarheiten

Bestätigte Fakten

  • Freenet AG ist kein Netzbetreiber (Handyhase)
  • mobilcom-debitel ist heute Teil der Freenet AG (Wikipedia)
  • Freenet bietet Prepaid-Tarife in allen drei Netzen an (freenet)
  • Der E-Mail-Dienst freenet Mail ist kostenlos nutzbar (freenet)
  • Flex-Tarife sind monatlich kündbar, mit App-Steuerung (Google Play)

Was unklar ist

  • Ob freenet in Zukunft ein eigenes Netz aufbaut (bisher keine Ankündigung)
  • Genaue Kundenzahl (ca. 8 Millionen – schwankt jährlich, offizielle Quelle veraltet)
  • Ob die Datenpriorisierung bei Reseller-Tarifen tatsächlich schlechter ist als bei Direktverträgen – dies wird nicht transparent kommuniziert

„Das Unternehmen entstand 2007 aus der Fusion der freenet AG mit der mobilcom AG und der Debitel AG.“

— Wikipedia (Unternehmensartikel)

„Family & Friends wird als SIM-only-Deal angeboten – es gibt keine vergünstigten Smartphones im Rahmen dieser Tarife.“

teltarif (Verbraucherportal)

Für Kunden, die auf der Suche nach günstigen Tarifen sind, ist freenet eine valide Option – solange sie den Unterschied zwischen Reseller und Netzbetreiber verstehen. Wer absolute Netzkontrolle und Premium-Service erwartet, wird bei Telekom oder Vodafone direkt besser bedient. Die Wahl hängt letztlich davon ab, ob man bereit ist, auf das Markenimage zu verzichten und stattdessen auf den Preis zu setzen. Für die Freenet AG selbst ist das Reseller-Modell profitabel: Sie erzielt stabile Margen ohne Milliarden-Investitionen in die Netzinfrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich meinen freenet Tarif kündigen?

Die Kündigung ist schriftlich per Post (Freenet AG, Postfach 6905, 24127 Kiel) oder per E-Mail an service@freenet.de möglich. Bei Flex-Tarifen reicht eine Kündigung in der App. Kündigungsfrist: in der Regel 4 Wochen zum Ende der Mindestvertragslaufzeit.

Bietet freenet 5G an?

Ja – freenet offeriert 5G-Tarife in allen drei Netzen (Telekom, Vodafone, o2). Die Geschwindigkeit ist abhängig vom gewählten Tarif und Netzausbau (LTE-Anbieter.info).

Kann ich bei freenet meine Rufnummer mitnehmen?

Ja, die Rufnummermitnahme (Portierung) ist kostenlos möglich. Sie müssen den alten Anbieter vorher schriftlich freigeben. Bearbeitungszeit: ca. 5–10 Werktage (freenet (Tarifseite)).

Welche Zahlungsarten akzeptiert freenet?

Freenet akzeptiert SEPA-Lastschrift, Kreditkarte (Visa, Mastercard) und PayPal. Bei Prepaid zusätzlich Aufladung per Banküberweisung oder Guthabenkarte (freenet (Prepaid-Seite)).

Gibt es eine freenet App für den Kundenservice?

Ja – die „Freenet Service App“ ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Sie ermöglicht Tarifwechsel, Rechnungseinsicht, Störungsmeldung und Kundenservice-Chat (Google Play (App)).

Wie lange dauert die Lieferung einer SIM-Karte von freenet?

Bei Neuverträgen dauert der Versand der SIM-Karte in der Regel 2–5 Werktage per Post. Expressversand gegen Aufpreis ist nicht standardmäßig verfügbar (freenet (Tarifseite)).

Kann ich bei freenet einen Handyvertrag ohne Schufa bekommen?

In der Regel führt freenet bei Vertragsabschlüssen eine Bonitätsprüfung (SCHUFA) durch. Prepaid-Tarife und Flex-Tarife ohne Laufzeit sind dagegen auch ohne SCHUFA-Prüfung erhältlich – da keine monatliche Rechnung anfällt (Google Play (Flex App)).

Welche Auslandstarife bietet freenet?

Freenet bietet EU-Roaming ohne Aufpreis an (Inklusivleistung der meisten Tarife). Für Nicht-EU-Länder gibt es kostenpflichtige Datenoptionen und Auslandspakete, die über die Service-App buchbar sind (freenet (Kontaktseite)).