
Schilling Euro Umrechnung: Fixer Kurs und Umtausch OeNB
Wer alte österreichische Banknoten in einer Schublade findet, steht oft vor derselben Frage: Was sind Schilling heute wert? Die Antwort ist überraschend einfach – denn der Kurs zwischen Österreichischem Schilling und Euro wurde unwiderruflich festgelegt und gilt unbefristet. Dieser Leitfaden liefert den offiziellen Wechselkurs, praktische Umrechnungsbeispiele und erklärt, wie Sie alte Schilling-Banknoten noch heute bei der OeNB in Euro tauschen können.
Fixer Kurs: 1 EUR = 13,7603 ATS · 1 ATS: 0,0726 EUR · Umtausch: Unbefristet bei OeNB · Euro-Einführung: 1. Jänner 1999
Kurzüberblick
- Der Afrikanische Schilling hat nichts mit dem Österreichischen zu tun – hier besteht oft Verwechslungsgefahr
- Schilling gültig: 1945–2002
- Euro-Bargeld in Österreich: seit 1. Jänner 2002
- Erster Schilling: 1925–1938, dann Reichsmark
- Umtausch bei der OeNB in Wien bleibt unbefristet möglich
- Kein Verfall oder Zeitdruck für letzte Serie der Schilling-Noten
| Begriff | Wert |
|---|---|
| Fixer Kurs | 1 EUR = 13,7603 ATS |
| 1 ATS | 0,0726728 EUR |
| Umtauschort | OeNB Wien |
| Gültigkeit | Unbefristet |
| ISO-Code | ATS |
| Unterteilung | 100 Groschen |
Wie viel ist 1 € in österreichischen Schilling?
Der offizielle Wechselkurs wurde am 1. Jänner 1999 unwiderruflich festgelegt: 1 Euro entspricht 13 Schilling und 76 Groschen – mathematisch ausgedrückt genau 13,7603 ATS (OeNB). Dieser Kurs gilt bis heute ohne jede Abweichung.
Offizielle Rate der OeNB
Die Oesterreichische Nationalbank bestätigt: Der Umtausch erfolgt zum Nominalwert und zum festen Kurs von 1 Euro = 13,7603 Schilling. Der Kurs ist von der Europäischen Zentralbank festgelegt und unterliegt keinen Schwankungen mehr (zinsen-berechnen.de).
Historischer Kontext
Österreich führte den Euro am 1. Jänner 1999 als Buchgeld ein, das Bargeld folgte am 1. Jänner 2002. Der Schilling war damit ab diesem Datum kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr, behält aber seinen Umtauschwert (Wikipedia).
Der ATS/EUR-Kurs gehört zu den unwiderruflich festgelegten Währungen der Eurozone-Erweiterung. Die 52-Wochen-Spanne notiert konstant bei 13,7603 – 13,7603 ATS pro EUR, was diesen Kurs von frei schwankenden Währungen grundlegend unterscheidet (onvista).
Wie viel ist 1 Schilling in Euro?
Für die umgekehrte Richtung gilt der exakte Faktor: 1 ATS = 0,0726728 EUR. Bei praktischen Berechnungen wird häufig auf 0,0726 EUR gerundet (finanz.at).
Genauer Umrechnungsfaktor
Der ISO-4217-Code des Österreichischen Schillings lautet ATS. Die Unterteilung betrug 100 Groschen pro Schilling, abgekürzt als S oder öS. Historische Kurse ATS/EUR sind seit Einführung konstant bei 0,0727 EUR pro ATS (onvista).
Aktueller Mittelkurs
Der aktuelle Mittelkurs bleibt identisch: 1 EUR = 13,7602 bis 13,7603 ATS, je nach Datenaktualität der Quelle. Der Unterschied liegt nur in der Rundung (Xe).
Wie viel sind 100 Schilling in Euro wert?
Die Umrechnung von 100 ATS ergibt: 100 × 0,0726728 = 7,27 EUR. Dieser Betrag ist seit Jahrzehnten unverändert und folgt keiner Inflation mehr – eine Eigenheit unwiderruflich festgelegter Kurse (finanzrechner.at).
Berechnung für 100 ATS
Für schnelle Überschlagsrechnungen: 100 ATS entsprechen rund 7 Euro. Die Formel lautet: ATS ÷ 13,7603 = EUR. Beispiel: 100 ÷ 13,7603 ≈ 7,267 EUR.
Praktische Beispiele
Kleine Beträge wie 20 ATS ergeben etwa 1,45 EUR, 50 ATS entsprechen ca. 3,63 EUR. Diese Umrechnungen helfen bei der Einordnung des historischen Wertes alltäglicher Einkäufe (comdirect).
100 Schilling hatten in den 1990er-Jahren etwa die Kaufkraft von 25–30 Euro heute. Der nominale Umrechnungswert von 7,27 EUR täuscht darüber hinweg, dass die reale Kaufkraft des Schillings deutlich höher lag – der fixe Kurs bildet keine Inflation ab.
Was waren 1000 Schilling in Euro?
1000 ATS teilen Sie einfach durch 13,7603: Das ergibt 72,64 EUR. Diese Umrechnung funktioniert für jeden Betrag identisch, da der Kurs seit über 25 Jahren fix ist (mehrwertsteuerrechner.de).
Umrechnung für 1000 ATS
Die Formel bleibt konsistent: Umrechnungsbetrag in ATS × 0,0726728 = Betrag in EUR. Für 1000 ATS: 1000 × 0,0726728 = 72,67 EUR (gerundet).
Größere Beträge
Wer heute eine Erbschaft in Schilling-Banknoten findet, sollte wissen: Auch Millionen-Beträge werden zum Nominalwert umgerechnet. 1.000.000 ATS entsprechen exakt 72.672,80 EUR (MarketScreener).
Schilling umtauschen
Die gute Nachricht für alle Schilling-Sammler und Erben: Der Umtausch ist unbefristet und gebührenfrei möglich. Voraussetzung ist, dass es sich um Banknoten der letzten Serie vor der Euro-Einführung handelt (OeNB).
OeNB in Wien
Die Oesterreichische Nationalbank in Wien (Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien) tauscht Schilling-Banknoten und -Münzen direkt an ihren Kassen um. Alternativ ist der Umtausch per Post möglich – ideal für Personen außerhalb Wiens oder bei größeren Mengen (mehrwertsteuerrechner.de).
Unbefristet möglich
Anders als in anderen Euro-Ländern mit Ablauffristen gibt es in Österreich keinen Verfalltermin. Der OeNB zufolge bleiben auch Münzen unbegrenzt umtauschbar – solange sie der letzten Ausgabeperiode angehören (OeNB Leicht Lesen).
Nur die letzte Schilling-Serie vor der Euro-Einführung wird angenommen. Ältere Serien, insbesondere aus der Zeit vor 1945, haben keinen Umtauschanspruch mehr – hier hilft nur der Sammlermarkt weiter.
Umrechnung Schritt für Schritt
Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Umrechnung von ATS zu EUR:
- Schritt 1: Ermitteln Sie den zu umrechnenden Betrag in Österreichischen Schilling (ATS).
- Schritt 2: Dividieren Sie den Betrag durch 13,7603 (oder multiplizieren Sie mit 0,0726728).
- Schritt 3: Runden Sie das Ergebnis auf zwei Dezimalstellen – das ist Ihr Euro-Betrag.
- Schritt 4: Für den praktischen Umtausch: Bringen Sie Ihre Schilling-Banknoten zur OeNB in Wien oder senden Sie diese per Post ein.
Was bei größeren Mengen zu beachten ist: Die OeNB empfiehlt, vorab einen Termin zu vereinbaren und den ungefähren Betrag anzukündigen. Bei Postversand sollten Sie den Wert per Einschreiben versichern.
„1 Euro sind 13 Schilling und 76 Groschen.”
— Oesterreichische Nationalbank (OeNB), Barrierefreie Sprachfassung
„Der Umtausch erfolgt gebührenfrei zum Nominalwert und zum unwiderruflich festgesetzten Kurs von 1 Euro = 13,7603 Schilling.”
— Oesterreichische Nationalbank (OeNB), Offizielle Umtauschseite
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Schilling-Noten und Goldmünzen?
Goldmünzen wie der 100-Schilling-Goldmünzen-Nachfolger haben einen Materialwert, der den Nennwert übersteigen kann. Der Umtausch bei der OeNB erfolgt aber nur zum Nominalwert – der Schilling-Banknotenwert zählt, nicht der Goldpreis.
Gibt es eine Inflationsanpassung für Schilling-Werte?
Nein. Der fixe Umrechnungskurs von 1 EUR = 13,7603 ATS bildet nicht die Inflation ab. 100 Schilling waren 1990 deutlich mehr wert als 7,27 Euro heute – der nominale Kurs bleibt aber unverändert.
Kann man Schilling außerhalb Österreichs umtauschen?
Nein. Der Umtausch ist ausschließlich bei der Oesterreichischen Nationalbank in Wien möglich. Andere Banken oder Wechselstuben akzeptieren Österreichische Schilling-Noten in der Regel nicht mehr.
Wie lange gilt der fixe Wechselkurs?
Der Kurs wurde am 1. Jänner 1999 unwiderruflich festgelegt und gilt unbegrenzt. Er unterliegt keinerlei Befristung oder Revision.
Sind alle Schilling-Münzen umtauschbar?
Nein. Nur Münzen und Banknoten der letzten Ausgabeperiode vor der Euro-Einführung werden angenommen. Historische Serien aus der Ersten Republik oder aus der NS-Zeit sind nicht mehr umtauschbar.
Was passiert mit Sammler-Schilling?
Sammlerstücke haben oft einen Wert weit über dem Nominalwert. Die OeNB tauscht sie nur zum Nennwert ein – für Sammlermarktpreise sind spezialisierte Händler die bessere Anlaufstelle.
Gibt es Gebühren beim Umtausch?
Nein. Der Umtausch bei der OeNB ist vollständig gebührenfrei. Auch der Postversand erfordert lediglich das Porto für den Versand der Banknoten.
Für Österreich-Besucher mit alten Schilling-Noten im Gepäck ist die Botschaft eindeutig: Ein Gang zur OeNB in Wien genügt, und die Erinnerungsstücke werden zum heutigen Wert. Der Kurs schwankt nicht, die Frist läuft nicht ab – eine der wenigen Währungsgarantien, die der Eurozone noch geblieben sind.