
Waterdrop im Test: Gesund, wirksam und empfehlenswert
Man kennt das Bild: bunte, kleine Würfel, die das stille Leitungswasser in ein aromatisiertes Getränk verwandeln sollen. Waterdrop hat damit einen Hype ausgelöst, der von sozialen Medien bis in die Regale des Einzelhandels reicht. Wer sich mit dem Gedanken trägt, die praktischen Mikro-Drinks zu testen, steht vor einigen Fragen – nicht zuletzt, ob der Preis gerechtfertigt ist und ob die Zutaten wirklich überzeugen.
Waterdrop auf einen Blick
Lösliche Würfel, die Leitungswasser in ein aromatisiertes Getränk verwandeln – ohne Zuckerzusatz.
Gegründet 2017, Wahlspruch „Live unsugared“, ca. 3–5 kcal pro Würfel, Süßungsmittel auf Steviolglycosid-Basis oder Sucralose.
Stiftung Warentest hat Waterdrop nicht getestet – unabhängige Stimmen wie DeutschlandTest und Idealo bewerten Geschmack und Preis jedoch kritisch.
Erwachsene, die zuckerfreie Alternativen suchen. Nicht empfohlen für Kinder unter 3 Jahren (wegen Süßstoffen) und bei Unverträglichkeiten.
| Steckbrief | Details |
|---|---|
| Produkt | Waterdrop Mikro-Drinks (Lösliche Würfel für Wasser) |
| Gründung | 2017 |
| Wahlspruch | „Live unsugared” – Reduzierung des Zuckerkonsums |
| Gründer | Martin Murray (basierend auf allgemein verfügbaren Unternehmensprofilen) |
| Menge pro Würfel | 1 Würfel löst sich in 400–600 ml Wasser auf (je nach Geschmacksrichtung) |
| Verpackung | Beutel mit 12 Würfeln (Nachfüllpackungen) |
| Preis pro Liter | Etwa 0,75 Euro pro Liter (bei einem Test von DeutschlandTest für ein Probierset) |
| Kalorien pro Würfel | Ca. 3–5 kcal pro Getränk (je nach Sorte, laut Produktangaben) |
Die folgende Übersicht der wichtigsten Eckdaten zeigt zunächst, womit Sie es bei Waterdrop zu tun haben, bevor wir uns den Details aus Tests und Erfahrungen widmen.
Die Frage nach der Qualität und Wirkung von Waterdrop ist zentral. Stiftung Warentest hat die Würfel zwar nicht direkt getestet, aber es gibt unabhängige Stimmen.
- Nachhaltigkeitsversprechen: Waterdrop betont die Rettung von Plastikflaschen, indem es Leitungswasser schmackhaft macht. Allerdings ist die eigentliche Verpackung der Würfel auch Plastikmüll, auch wenn er minimiert wurde.
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Einigen Tests zufolge liegen die Kosten für ein Glas Waterdrop bei etwa 0,50 bis 0,75 Euro pro Liter – das ist teurer als herkömmliches Leitungswasser mit einer Zitrone.
Die ernüchternde Erkenntnis aus den vorhandenen Tests ist, dass die Wirkung vor allem von der Akzeptanz des Konsumenten gegenüber Süßstoffen abhängt. Während der eine die Sucralose nicht schmeckt, empfinden andere sie als chemischen Beigeschmack.
Geschmack und Zutaten: Ein Blick auf die Würfel
Um den Geschmack und die Inhaltsstoffe zu beurteilen, haben wir uns auf mehrere Quellen gestützt, darunter ein Praxistest von DeutschlandTest und Erfahrungsberichte von Idealo.
Der Praxistest von DeutschlandTest liefert konkrete Zahlen zu Geschmack und Preis.
Die Zutatenliste variiert je nach Sorte, aber die Basis ist ähnlich. Enthalten sind Carbonate (Natriumhydrogencarbonat) und Süßungsmittel auf Steviolglycosid-Basis oder Sucralose.
Zucker ist in den Würfeln nicht enthalten, was auf der Verpackung deutlich hervorgehoben wird. Es finden sich jedoch Kohlenhydrate, die teilweise aus den Fruchtextrakten stammen, sowie pro Würfel etwa 1 bis 2 Gramm Kohlenhydrate. Diese Vitamine sollen einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen bieten, auch wenn die Dosierung pro Glas eher gering ausfällt.
Wie schmeckt es wirklich?
Im Test von DeutschlandTest wurde festgestellt, dass sich die Würfel gut und schnell auflösen, was die Handhabung im Alltag erleichtert.
Wir haben auch eine Preisanalyse durchgeführt.
Der Preis ist ein häufig genannter Kritikpunkt. Es ist eine Rechnung aus Vergleichen zwischen verschiedenen Anbietern und dem Hausgebrauch.
Auf der offiziellen Website von Waterdrop gibt es immer wieder Angebote und Bundles. Die folgende Tabelle zeigt die ungefähren Preise, die in Tests und auf Plattformen wie DeutschlandTest genannt wurden:
| Packungsgröße | Preis (ca.) | Preis pro Liter Getränk (ca.) | Quelle |
|---|---|---|---|
| Probierpackung (12 Würfel) | 13,99 Euro (bei Wunderweib) | ~ 0,58 – 0,70 Euro | Wunderweib |
| Einzelne Packung (12 Würfel) | ~ 9 Euro (bei DeutschlandTest) | ~ 0,75 Euro | DeutschlandTest |
| Wasserkocher (im Set) | Variiert stark | – | – |
Ein anderes Portal, Wunderweib, nennt ein Probierpaket mit 18 Drops für 13,99 Euro, was etwa 0,58 Euro pro Liter entspricht. Die Preisdifferenz ergibt sich aus den Größen der Sets und eventuellen Rabatten.
Die Kosten sind signifikant höher als bei herkömmlichen Sirupen oder dem einfachen Aufgießen von Leitungswasser mit Zitronensaft.
Ein Vergleich auf Idealo zeigt, dass die Würfel im Angebot oft günstiger sind – wer auf Rabattaktionen wartet, kann den Preis pro Glas auf unter 0,50 Euro drücken.
Ein zentraler Punkt für viele Verbraucher ist die gesundheitliche Bewertung von Süßstoffen und Aromen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für beide Stoffe einen “Erlaubten Tageshöchstwert” (ADI) festgelegt.
Ein normaler Erwachsener (70 kg) müsste also über 100 Würfel Wasser pro Tag trinken, um den ADI zu überschreiten – das ist unrealistisch. Es gibt jedoch vereinzelte Nutzerstimmen auf Plattformen wie Trustpilot, die über Blähungen oder Unwohlsein nach dem Konsum klagen. Sollten solche Symptome auftreten, ist das Produkt möglicherweise nicht geeignet.
Wenn man alle Aspekte betrachtet, stellt sich heraus, dass Waterdrop zwar kein „Teufelszeug” ist, aber auch kein gesundheitsförderndes Wundermittel. Es ist eine kalorienarme Alternative zu Limonaden, aber eben mit Zusatzstoffen.
Alternativen: Gibt es günstigere Wege zu aromatisiertem Wasser?
Ja, die gibt es, und die sind deutlich günstiger und oft auch ohne Süßstoffe erhältlich.
Eine aktuelle Marktübersicht zeigt, dass es weitaus kostengünstigere Optionen gibt, um Wasser Geschmack zu verleihen.
Die folgenden Alternativen sind einen Blick wert:
- Sirup (z.B. Teisseire): Eine Flasche Sirup (500 ml) reicht für etwa 12,5 Liter Wasser. Bei einem Preis von ca. 4 Euro pro Flasche liegt man bei 0,32 Euro pro Liter – das ist weniger als die Hälfte des Waterdrop-Preises.
Häufige Fragen zu Waterdrop
Wie viel Wasser brauche ich pro Würfel?
Das Verhältnis variiert je nach gewünschter Intensität. Die meisten Hersteller empfehlen, einen Würfel in 400 bis 600 ml Wasser aufzulösen. Waterdrop selbst gibt auf der Verpackung eine Richtlinie an, aber der Geschmack ist subjektiv.
Enthält Waterdrop Zucker?
Nein, laut Hersteller sind die Produkte zuckerfrei. Gesüßt wird mit Steviolglycosiden oder Sucralose. Somit sind sie eine Alternative zu zuckergesüßten Limonaden, allerdings um den Preis von Süßstoffen.
Ist Waterdrop für Diabetiker geeignet?
Da kein Zucker enthalten ist, können Diabetiker die Getränke grundsätzlich zu sich nehmen. Die Süßstoffe haben keinen signifikanten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Trotzdem sollte die Menge begrenzt und auf das Körpergewicht abgestimmt werden.
Wie schneidet Waterdrop bei Stiftung Warentest ab?
Die Stiftung Warentest hat Waterdrop bislang nicht in einer offiziellen Studie getestet. Es gibt keine formelle Bewertung – nur vereinzelte Erwähnungen in Ratgebertexten ohne Gesamturteil.
Kann ich mehrere Würfel für einen kräftigeren Geschmack verwenden?
Ja, das ist möglich, aber nicht empfohlen. Die Herstellerangabe liegt bei 1 Würfel pro 400–600 ml Wasser. Bei mehr Würfeln steigt die Süßstoff- und Aromakonzentration, was den Geschmack überlagert und den ADI-Wert unnötig belastet.
Ist Waterdrop für Kinder geeignet?
Laut Hersteller ist das Produkt für Erwachsene gedacht. Die Süßstoffe gelten zwar als unbedenklich, aber für Kinder unter 3 Jahren sind sie nicht empfohlen. Für ältere Kinder kann eine halbe Portion als Erfrischung dienen – in Absprache mit den Eltern.
Waterdrop präsentiert ein gut durchdachtes Lifestyle-Produkt, das den Wasserkonsum steigern soll. Die Mischung aus cleverem Marketing und einem simplen Produkt hat für Aufsehen gesorgt. Am Ende bleibt die zentrale Erkenntnis aus den Tests und Erfahrungsberichten: Sie bezahlen nicht nur für das Produkt, sondern auch für das Image und den hohen Preis. Ob Ihnen der zusätzliche Geschmack das Geld wert ist, müssen Sie selbst entscheiden. Wir empfehlen, ein kleines Probierset zu kaufen und selbst zu testen – aber nicht, ohne vorher einen Blick auf das Kleingedruckte der Zutatenliste geworfen zu haben.